Schlagwort-Archive: Hintergründe

Das Feuer im Herzen

FuldaWeichsel HausbriefeKurz vor Weihnachten gab es einen Brand in unserem Keller. Nach Stand der polizeilichen Ermittlungen soll es Brandstiftung gewesen sein. Dieses gefährliche Ereigniss hat im Haus so einige Diskussionen angestoßen…

Mitten in der Nacht wurden alle wach, durch Sirenen oder von Feuwehrleuten geweckt.  Mit erschrecken mussten wir feststellen, dass im Keller ein Feuer wütete.  Wir kamen in der Kneipe im Haus zusammen, brachten Decken mit und kümmerten uns um einander.  Wir kamen alle mit dem Schrecken und teilweise beschädigten Wohnungen und Kellern davon.

Einige Zeit später flatterte ein Brief unserer Vermieter_innen in alle Briefkästen. Hier wurden Anspielungen gemacht, die Anschläge auf den Fahrstuhl, der Kellerbrand und unser Widerstand gegen die Modernisierungsmaßnahmen ständen in Verbindung. Die sich wehrenden Mieter_innen würden eine Athmosphäre schaffen, die „gewaltbereite Dritte“ anlocken würde. Dieser Brief löste eine Rege Diskussion im Haus aus, auch über Briefe die in alle Briefkästen verteilt wurden. Wir wollen hier diesen Briefwechsel dokumentieren, da er so einiges von dem offenbart, was hier eigentlich passiert.

Wir lassen uns durch den Brand, wie auch durch die Anschuldigungen seitens der Vermieter_innen nicht davon abbringen für unser Zuhause einzustehen. Das Feuer in unseren Herzen erlischt so einfach nicht. Weiterlesen

Wir wollen unser Zuhause behalten

Briefkasten Verdrängung hat viele GesichterMieter_innen wehren sich gegen drohende Eigenbedarfskündigung

Zwei Nachbar_innen im Haus sollen ihr Zuhause verlassen, es droht eine Eigenbedarfs- kündigung durch den Vermieter. Doch wir möchten unsere Nachbar_innen behalten, wir nehmen es nicht hin dass sie verdrängt werden könnten. Aus diesem Grund haben 31 Mieter_innen einen Brief gegen die drohende Kündigung unterschrieben, der dann an die Hausbesitzer_innen übergeben wurde: Weiterlesen

Protestformen in europäischen Metropolenregionen

Eine Seminargruppe des Instituts für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main hat Protestformen in europäischen Metropolenregionen untersucht. 

Unter Leitung von Dr. A. Holm wurden für Berlin am Beispiel des Stadtteils Neukölln drei Initiativen (unter anderem die FuldaWeichsel) mittels qualitativer Befragung verglichen. Ergebnisse und Auswertung liegen nun als Plakat/PDF vor.

Wir sind nicht €ure Altersvorsorge!

Mietenstopp-Demo am 3.9. in der Fuldastrassezur Mietenstopp-Demo am 3.9.2011 in Berlin, die an unserem Haus vorbeiging:

Redebeitrag zur FuldaWeichsel:

„Wir sind traurig und wütend! Von der Geschäftsführung der Grundstücksgemeinschaft Weichselplatz werden wir bedrängt, schikaniert, kriminalisiert und verklagt! Es wurde auch versucht, Mieterinnen vertraglich mundtot zu machen. Wir lassen uns aber nicht die freie Meinungsäußerung verbieten und schon gar nicht von Gentrifizierern!

Was ist eigentlich los? Je größer die Wohnungsnot, desto voller die Taschen der Haus- und Grundbesitzer. Weiterlesen

Wir wollen alle bleiben – Eine Hausgemeinschaft wehrt sich gegen Verdrängung

In der aktuellen Ausgabe der Gemeindezeitung der Evangelischen Kirchengemeinde Martin-Luther in der Fuldastrasse erschien ein Portrait unseres Hauses als Titelthema. Die pdf auf deren Webseite, sowie die gedruckte Zeitung ist mit Bildern von Mieter_innen ergänzt.

Das Leben in Nord-Neukölln gefällt Christina Paetsch eigentlich sehr gut. Sie fühlt sich in dieser Gegend verwurzelt, in der, wie sie findet die Mischung stimmt. Seit zehn Jahren wohnt sie in ihrer jetzigen Wohnung und sie hat eine Menge Zeit und Geld investiert, um sie zu einem Zuhause zu machen, in dem sie sich wohlfühlt. Einfach nur in Ruhe weiter dort wohnen zu können – das wäre ihr Wunsch.
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Flyer an die Nachbar_innen

Dieser Text wurde als Flyer am 13. März an unsere Nachbar_innen verteilt:

FuldaWeichsel

Wir wollen nicht, dass
unser Kiez unbezahlbar wird

FuldaWeichsel - Strassenschild

Anfang 2010 wurde nun auch das Haus Fuldastraße Ecke Weichselplatz verkauft – an die Grundstücksgemeinschaft Weichselplatz. Diese will modernisieren und sanieren.

Nach dem Konzept der neuen Eigentümer_innen führt dies zu Mieterhöhungen von wahrscheinlich bis zu 60%. Das sind in unseren Augen Fantasiemieten. Da unsere Einkommen nicht im gleichen Zuge steigen, bedeutet das ebenso wahrscheinlich, dass viele ausziehen müssen – aber wohin?
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