kurze Chronologie

Die Grundstücksgemeinschaft Weichselplatz hat Anfang 2010 den Komplex Fuldastraße Ecke Weichselplatz gekauft. Die Mieter_innen bekamen ziemlich direkt eine erste Modernisierungsankündigung, die Zweite erreichte sie inszwischen.

Das Haus soll nach KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) – Richtlinien saniert und modernisiert werden. Zwei Modernisierungsphasen wurden uns bisher in Aussicht gestellt. Für die Erste (Fernwärme, Warmwasser, Wasseruhren, Keller- und Dachdämmung, Elektrik) kam die Ankündigung im August 2010. Im Februar 2011 wurden erste Mieter_innen verklagt. Die zweite Modernisierungsankündigung erreichte uns Ende Februar 2011 (Fenster ersetzen, Fassaden dämmen, teilw. Aufzug, Balkon). Die Vermieter_innen planen anscheinend das Dach- und das Obergeschoss für sich selbst auszubauen. Wie in Gesprächen und den Modernisierungsankündigungen klar wurde, sollen unsere Mieten nach der zweiten Modernisierungsphase um voraussichtlich bis zu 60% steigen.

Laut der Vermieter_innen wollen diese die „Neuköllner Mischung“ erhalten und auch keine Gentrifizierung betreiben. Doch dass Mietsteigerungen in diesem Ausmaß für die meisten Bewohner_innen nicht tragbar sind, muss ihnen eigentlich klar gewesen sein. Vermutlich haben sich die Vermieter_innen bewusst dafür entschieden, die Verdrängung von Mieter_innen in Kauf zu nehmen.

Viele Mieter_innen fühlen sich von der Grundstücksgemeinschaft Weichselplatz extrem unter Druck gesetzt. Bei Neuvermietungen wurde eine Heizung bereits für letztes Jahr versprochen. Die in diesen Wohnungen vorhandenen Öfen wurden abgeklemmt und Kamine zugemauert. Das führte dazu, dass diese Mieter_innen den Winter mit Elektroheizungen überstehen mussten. Folglich führte dies zu Schuldzuweisung den Mieter_innen gegenüber, die nicht duldeten. Sollten so Mieter_innen gegeneinander ausgespielt werden?

Durch ständige Anrufe, Briefe, Mails, aufdringlich emfundenes Ansprechen auf dem Hof, Klingeln an der Tür und dann auch Anrufe mit unterdrückter Nummer fühlten sich einige bedrängt und belästigt, sodass manche nicht mehr ans Telefon gingen oder die Tür nicht mehr öffneten. Ein Großteil der Bewohner_innen traut sich noch, sich immer gegen die Modernisierung zu wehren. Gleichzeitig wurde versucht, Einzelne mit beispielsweise „Sie sind die einzigen die noch nicht geduldet haben“, doch zur Zustimmung der Modernisierungsmaßnahmen zu überreden oder unter Druck zu setzen.

Einige Bewohner_innen haben teilweise langwierige Verhandlungsgespräche geführt. doch der uns fertig präsentierte Modernisierungsplan sollte zu keiner Zeit grundlegend mit den Bewohner_innen besprochen und ausgearbeitet werden. Selbst die einzelnen finanziellen Zugeständnisse an die Mieter_innen würden bei den meisten nichts daran ändern, von hier verdrängt zu werden.

kurze Chronologie:

Frühjahr 2010

  • Besichtigung der Wohnungen durch die Grundstücksgemeinschaft. Die Mieter_innen waren nicht oder sogar falsch informiert worden, dass die Besichtigung der Wohnungen durch die neuen Eigentümer_innen selbst vorgenommen wurde.
  • Etwa 5 Wohnungen stehen leer

Juni 2010

  • Beginn der Bauarbeiten in leerstehenden Wohnungen
  • Der Grundstücksgemeinschaft Weichselplatz gehört offiziell unser Zuhause

August 2010

  • Modernisierungsankündigungen erreichen die Mieter_innen
  • Manche vermitteln der Vermieterin, dass Mieterhöhungen für sie existenzbedrohend sind
  • Erstes Treffen der Mieter_innen mit einem Anwalt der Mietergemeinschaft in einer Neuköllner Eckkneipe, danach regelmäßige Treffen der Mieter_innen
  • Erste gesetzte Frist zur Duldung der Modernisierungsmaßnahmen unter Androhung sofortiger gerichtlicher Maßnahmen. Die gesetzliche Überlegungsfrist zur Überprüfung einer Modernisierungsankündigung beträgt jedoch 3 Monate. Termin wäre gesetzlich somit eigentlich der 3.11.10.

September 2010

  • Besuche d. Hausbesitzer_innen zur Heizkörpervermessung und Verhandlungen
  • Erneute Abgabefristen der Duldungserklärungen für Mitte/Ende Oktober
  • Über die Hälfte der Mietparteien will sich wehren/nicht unterschreiben
  • Einem Mieter wurde mitgeteilt, dass die Wohnung mittelfristig wegen Eigenbedarf gekündigt werden müsse.
  • Kündigung/keine Verlängerung des Kabelfernsehens „Telekolumbus“ durch Vermieterin, entgegen dem Wunsch langjähriger Mieter_innen
  • Keller sollen entrümpelt werden für Bauarbeiten

Oktober 2010

  • Teilweise Verhandlungsgespräche
  • Teilweise neue Fristen zur Abgabe der Duldungserklärungen für Mitte/Ende Oktober
  • Ende Oktober bei manchen Androhung von Klage zur Duldung
  • Teilweise Benennung der konkreten Arbeiten in den Wohnungen
  • Beginn der Bauarbeiten im Keller, Dämmung und Fernwärmesystem im Keller

November 2010

  • Teilweise Verhandlungsgespräche
  • 2.11.2010 offiziell Ende der 3-monatigen Prüfungszeit der Duldungserklärung
  • 4.11.2010 Angesetzter Baubeginn. Vor Ablauf der Duldungsfrist stehen Handwerker vor verschlossenen Türen, Mieter_innen lassen die Handwerker nicht in die Wohnung.
  • 9.11.2010 Mieterversammlung, einberufen von den Vermieter_innen. Mieter_innen die noch nicht geduldet haben fühlen sich hier von den Hauseigentümer_innen wie auch vor allem von einem Mediator, der auch für den Berliner Mieterverein e.V. arbeitet, vor den anderen bloßgestellt, angeprangert und unter Druck gesetzt die Duldung zur Modernisierungsvereinbarung zu unterschreiben.

Januar 2011

  • Teilweise weitere Verhandlungsgespräche
  • Erste Klage auf Duldung
  • Ankündigung Auszug von zwei alten Mietparteien

Februar 2011

  • Ankündigung Auszug einer alten Mietpartei
  • Weitere Klagen auf Duldung erreichen die Bewohner_innen
  • Zwei Mietparteien sind ausgezogen

März 2011

  • Bewohner_innen wenden sich mit Saft, Kaffee und Kuchen, Flyern, Transparenten, Presseerklärung, Internet-blog und nachbarschaftlichen Gesprächen an die Öffentlichkeit
  • Zum „Nachbarschaftskuchenessen“ am 14. März wurden Transparente am Haus angebracht, Fahnen mit dem FuldaWeichsel-Logo und „Wir bleiben Alle“ wurden stadtweit verteilt, es gab viele Interessierte, die vorbeikamen und sich informierten
  • Danach weiter positive Rückmeldungen von Nachbar_innen und im Thema aktiven Menschen, sowie beachtliche Resonanz durch die Presse
  • Mieter_innen aus anderen Häusern wenden sich mit Fragen an uns. Es gibt intensiven Austausch. Viele scheinen mit ähnlichen Sorgen befasst zu sein. Auch der Internet-Blog hat seit Bestehen beständig Nachfrage. Es gibt nun regelmäßige Einladungen zu Veranstaltungen um von der Entwicklung im Haus und unserem Umgang damit zu berichten, z.B. vom Berliner Mieterecho

April 2011

  • Ab 1. April befindet sich unser Haus in einem der vom Senat neu ausgewiesenen Sanierungsgebiete. Somit kann jede_r Mieter_in die Mieterberatung der Sanierungsverwaltungsstelle des Bezirks in Anspruch nehmen. Da die Eigentümerseite bereits den Klageweg als Mittel der Wahl eingeschlagen hat, kann auf die Möglichkeiten des Büros für Sozialplanung Neukölln kaum gehofft werden
  • Vereinzelt finden bereits Bauarbeiten statt, allerdings nicht in Teilen des Hauses, die von Mieter_innen bewohnt werden, die sich gegen die extravagante Modernisierung behaupten wollen

Mai 2011

  • Die dreimonatige Duldungsfrist für die 2. Modernisierungsankündigung läuft diesen Monat ab. Wie bei der 1. Modernisierungsankündigung vom Sommer 2010 gibt ein großer Teil der Mieter_innen kein grünes Licht
  • Vertreter der neuen Eigentümer und von Baufirmen geben sich ein reges Stelldichein im Hof. Die Bauplanung wird konkreter. Am 30. Mai wird das erste Gerüst aufgebaut
  • Die Mieteranwält_innen reagieren auf die weiterhin eintrudelnden Klagen. Die für die einzelnen Mieter_innen richtigen juristischen Strategien werden zum Thema

Juni 2011

  • Das Abschlagen des Putzes beginnt, der Hof wird zur lauten und nach Verwüstung aussehenden Baustelle
  • Am 5. gibt es ein sonniges Informations- und Solikuchenessen in der Neuköllner Bar Tristeza
  • Erste Prozesse beim Amtsgericht sind für Mitte Juni angesetzt
  • Weiterhin gibt es rege Kommunikation und alltäglich Austausch unter den zehn bis fünfzehn aktiven, solidarischen Mietparteien. Seit nun elf Monaten treffen wir uns wöchentlich. Wir beraten uns und versuchen auch über den Tellerrand zu schauen, sehen unsere Situation als Teil der stadtweiten Gentrifizierungs- und Verdrängungspolitik
  • Veröffentlichung der Infopostkarte zu 48h Neukölln

Juli 2011

  • Verschiedene Prozesse vor Gericht
  • Extreme Einschränkung der Lebensqualität durch die Heftigkeit der Baumaßnahmen
  • Öffentliches Interesse am Thema: Presseartikel in der Berliner Woche, der Stadtteilzeitung Randnotizen, dem Mieterecho, der dänischen Tageszeitung Information
  • Austausch mit einer zum Thema arbeitenden Forschungsgruppe von Geograph_innen und Soziolog_innen aus Westdeutschland
  • Beteiligung an Informationsveranstaltungen und Kieztreffen
  • Treffen mit Berliner Politiker_innen

August 2011 

  • Ein Jahr Leben mit Modernisierungsankündigung und Baumaßnahmen, ein Jahr solidarisches Miteinander vieler Mieter_innen
  • Einrüstung von allen Seiten, Bauarbeiten vom Dach bis zum Erdgeschoss
  • Viele Mieter_innen wenden sich mit Unterschriften, Mietminderung und anwaltlicher Unterstützung gegen die aufgezwungenen Baumaßnahmen
  • Presse in der Gemeindezeitung der Martin-Luther-Kirche
  • Beteiligung an Kieztreffen und verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen
September 2011:

  • Große Beteiligung an der Mietenstopp-Demonstration am 3. September 2011. Die neue Kiezinitiative Donau-Fulda organisiert vor dem Haus ein gemeinsames Cafétrinken mit den Nachbar_innen. Danach gehts zusammen zur Demo, ein Redebeitrag wird vor dem Haus verlesen
  • Viele Presseberichte zur Demo in denen deutlich wird, dass die Schmerzgrenze der Mieter_innen in Berlin erreicht ist
  • Weiterhin finden Gerichtsprozesse statt, bei denen die Klagen der Eigentümer_innen gegen die Mieter_innen verhandelt werden
  • Weiterhin extrem dreckige und laute Arbeiten im und um das ganze Gebäude und im Dachgeschoss, wo eine Eigentümerwohnung entstehen soll
Oktober 2011:
  • Pressemappe FuldaWeichsel wird veröffentlicht, alle neun Eigentümer_innen erhalten ein gedrucktes Exemplar
  • Zwei Wohnungen am Weichselplatz, die für die Eigentümer_innen vorgesehen sind, werden unter zum Teil großen baulichen Veränderungen umfänglich renoviert
  • Fortsetzung der Arbeiten für den Fahrstuhlbau im Innenhof, setzen der Verankerungen für Aufzug und Balkonanlage in der Fassade
  • Fertigstellung der Fassadenarbeiten zur Fuldastraße, das Gerüst wird teilweise abgebaut
  • Sehr schlechte Stimmung bei vielen auf der Baustelle beschäftigten Arbeitern wegen chaotischer Zustände und ihrer Meinung nach mangelhafter Bauplanung
  • Eine bis Anfang des Jahres langjährig bewohnte Erdgeschosswohnung wird als Gewerberaum zur Vermietung ausgeschrieben
  • Eine alteingesessene Mietpartei wird abgemahnt mit dem Vorwurf nicht genehmigter künstlerisch freiberuflicher Arbeit in der eigenen Wohnung

November 2011

  • Erste Eigentümerin zieht am Weichselplatz ein
  • Veröffentlichung der Studie „Protestformen in europäischen Metropolenregionen
  • 8.11. Übergabe des Mietenpolitischen Dossiers im Roten Rathaus, viele Presseartikel in allen großen Berliner Tageszeitungen (sogar in der Bild-Zeitung) sowie Fernseh- und Videobeiträge
  • Unterstützungs-Email einer 83-jährigen Mieterin vom Weichselplatz, deren Eltern früher die Bäckerei betrieben haben, die jetzt in Kanada lebt und von unserem Engagement in den Medien (TV und Radio) gehört hat, von da ab enger Austausch mit ihr
  • Von Eigentümerseite wird erneut versucht Mieter_innen zu kriminalisieren
  • Transparente werden wieder rausgehängt zur Fuldastraße
  • Detaillierte Anweisungen zum sogenannten „richtigen“ Heizen und Lüften in den Wohnungen des nun größtenteils gedämmten Hauses, scheinbar besteht Schimmelgefahr
  • Wohnungs- und Bauaufsicht werden von den Mieter_innen gerufen, damit lang bestehende gravierende Mängel endlich behoben werden

Dezember 2011

  • Ausgabe des Mieterecho „Druck aufbauen“ erscheint mit Titelbild von unserem Haus
  • Zwei weitere Prozesstermine am 8.12., eine verklagte Mietpartei soll 240 Euro mehr monatliche Miete zahlen für eine voraussichtliche Energiekosten Einsparung in Höhe von 20 Euro
  • Mieter_innen laden zu Glühwein-Umtrunk im Hof am 3. Advent, etwa 50 Nachbar_innen kommen
  • Gerüst zum Weichselplatz wird teilweise abgebaut
  • Androhung einer Eigenbedarfskündigung durch einen der Geschäftsführer der Grundstücksgemeinschaft
  • Einladung der Grundstücksgemeinschaft zum Weihnachtstee am 4. Advent
  • Einen Tag nach den Weihnachtsfeiertagen erhalten die Mieter_innen hohe Betriebskostenabrechnungen, viele Mietparteien verlangen die Offenlegung der Berechnungsgrundlage
  • Artikel im Reuter „Ausharren auf der Baustelle“ erscheint in der Dezember/Januar Ausgabe mit dem Schwerpunkt Mieten
  • Wohnungs- und Bauaufsicht werden erneut von den Mieter_innen gerufen und sind jetzt regelmäßig zu Gast im Haus
  • Weiterhin starker Zusammenhalt der Mieter_innen, regelmäßige wöchentliche Treffen sowie gegenseitige Hilfe und Unterstützung

Januar 2012

  • Arbeiten am Aufzug
  • Weitere Gerüstteile werden abgebaut
  • Wasserschaden vom Dachausbau bis ins 3. OG, Mieter_innen müssen Trocknungsgeräte aufstellen
  • Bau- und Wohnungsaufsicht ist wiederholt im Haus
  • Gespenstische Szenen: Handwerker arbeiten bei Minus 10 Grad im Dunkeln auf den Gerüsten
  • 10.1. Artikel in der Motz zu Recht auf Stadt
  • 11.1. Ausstrahlung der Reportage im RBB „Albtraum Wohnungsmarkt“
  • 22.1. Teilnahme am Kiezspaziergang Mitte mit Infotisch
  • 25.1. Gemeinsamer Besuch mit der Martin-Luther Gemeinde der Gründungsveranstaltung der Bürgerplattform Neukölln
  • 26.1. Veranstaltung zu Betriebskosten der Kiezinitiative DonauFulda in der Martin-Luther Kirche

Februar 2012

  • Bauarbeiten, Bauarbeiten, Bauarbeiten in allen Variationen – laut, staubig, unzumutbar!
  • 1.2 Eine seit über 40 Jahren im Haus ansässige Nachbarin ist im Krankenhaus verstorben. Wegen den Bauarbeiten wurde die jährliche Urlaubsreise abgesagt, sie hat so ihr letztes Lebensjahr auf der Baustelle am Weichselplatz erlebt
  • Der seit eh und je von den Mieter_innen gepflegte Hof- und Hauswasserraum wird von den Eigentümer_innen verschlossen und den Mieter_innen unzugänglich gemacht
  • 7.2. Teilnahme am großen Mietenratschlag in der Passionskirche, die Mieter_innen von FuldaWeichsel machen einen Info-Stand und bekommen starken Zuspruch bei der Vorstellung ihres Falles auf der Bühne
  • 29.2. Mit-Organisation der Veranstaltung „Mietenwahnsinn ohne Ende?“ im Abgeordnetenhaus zu Berlin

März 2012

  • Bauarbeiten…
  • 4.3. Ausstrahlung der AZ Media Dokumentation „Der Kampf um die Stadt“ auf RTL mit einer Zuschauerzahl von 1,25 Millionen, Schwerpunkte u.a. Kottbusser Tor und Weichselplatz
  • 12.3. Generationenübergreifender Filmabend mit vielen Hausbewohner_innen
  • Die zweite Pressemappe ist fertig gestellt mit beinahe 30 Presse- und Medienbeiträgen
  • 13.3. Der Stadtentwicklungsausschuss der BVV Neukölln tagt auf Wunsch der Grundstücksgemeinschaft zu dem Thema Weichselplatz. Mieter_innen aus dem Eckhaus Weichselplatz / Fuldastraße vertreten persönlich, mit Informations-Material und eigenem Videoclip ihr Anliegen
  • 15.3. Ein Diplomand von Professor Peter Grottian und Dr. Andrej Holm führt ein Interview mit Hausbewohner_innen zum Thema „Recht auf Stadt“ und der Situation am Weichselplatz
  • Bauarbeiten bei einem der verklagten Mieter
  • Die Aussage keine Eigenbedarfskündigungen machen zu wollen wird von der Internetseite der Grundstücksgemeinschaft gelöscht
  • Einzug des Vereins Amaro Foro in eine umgenutzte Mietwohnung
  • 24.3. Zweitseitiger Artikel in der Stuttgarter Zeitung erscheint mit dem Titel „Die Mischung macht´s
  • Eine weitere Mieter_in wird verklagt, einige Tage zuvor hat die Geschäftsführung noch öffentlich bekundet man sei sich mit den Mieter_innen überwiegend einig
  • Der dritte Fall von Schimmel in einer der gedämmten Wohnungen
  • Ein seit Jahrzehnten von allen Hausbewohnern genutztes Spielgerät mit wetterfester Schaukel wird ohne Absprache mit den Mieter_innen demontiert, die Gerätschaften einer Mieterin werden erst auf mehrmaliges Nachfragen und Bitten herausgegeben
  • Eine Mieterin verklagt die Grundstücksgemeinschaft wegen unhaltbarer Forderungen
  •  Immer wieder werden ohne Ankündigungen Bauarbeiten durchgeführt, die das Leben und die Privatsphäre der Mieter_innen grob beeinträchtigen

April 2012

  • Schuttberge und Geruchsbelästigung
  • Versiegelungsarbeiten auf allen Balkonen
  • Weiter extrem laute und staubige Arbeiten
  • Unterschriftensammlung für von Eigenbedarf bedrohte Mieter_innen des Hauses
  • 28. April Beteiligung am Mieter_innen-Fest Manteuffelstraße 7 mit Ausstellung
  • Presseartikel in der Badischen Zeitung und im Mieter Echo

Mai 2012

  • 1. Mai: Beteiligung am Mietenblock auf den 1. Mai Demonstrationen
  • Offener Brief von 31 Mieter_innen an die Grundstücksgemeinschaft als Protest gegen das drohende Eigenbedarfsverlangen
  • 10. Mai: Beteiligung beim Gremium Stadtplanung-Bürgerbeteiligung zum Sanierungsgebiet Nord Neukölln
  • 21. Mai: Vortrag bei der Konferenz „Wohnen in Berlin“ der Friedrich-Ebert-Stiftung u.a. mit Beteiligung der Initiative Stadt Neudenken und dem Architekten und Ingenieurverein Berlin, der zu unserem Haus berichtete, dass es kontraproduktiv sei ein solches Gebäude zu dämmen (Link Artikel sobald online)
  • Veröffentlichung der Mietenpolitischen Fibel – Fakten und Forderungen der Mieten-Dossier-Gruppe/Ein Recht auf Stadt für Alle
  • 21. Mai, abends: Mieter_innen Abend vor dem Haus mit Wein und guten Gesprächen, Hausbewohner_innen und Nachbar_innen
  • 26. Mai Unterstützung beim Strassenfest am Kottbusser Tor
  • Vielfältige Unterstützung des Protestcamps Gecekondu am Kottbusser Tor
  • Gerüst im Hof wird endlich abgebaut, Bauarbeiten gehen weiter
  • Treffen mit verschiedenen Journalist_innen

Juni 2012

  • Weiterhin wöchentliche Treffen der Mieter und Mieterinnen
  • Gerüst für Balkone im Innenhof wird aufgebaut
  • Wasserschaden in verschiedenen Kellerräumen
  • 9. Juni: Zusammen mit dem Mietenpolitischen Dossier Beteiligung an der Stadtpolitischen Konferenz der LINKEN
  • Stiller Einzug weiterer Eigentümer_innen
  • Stahlbauarbeiten für die neue Balkonanlage im Innenhof
  • Presseartikel in einem Stadtmagazin, einer Tageszeitung und einer Wochenzeitung
  • 15. Juni: Termin bei Ephraim Gotte, Staatssekretär für Stadtentwicklung
  • 16. Juni: Strassenfest von FuldaWeichsel parallel zu 48 Stunden Neukölln mit Flaschenpost „Endstation Paradies“

Juli 2012

  • Zitty-Artikel „Bloggen gegen den Vermieter„, auch über FuldaWeichsel
  • Erstellung einer Mappe mit der Zusammenstellung von Verschmutzungen durch die Bauarbeiten
  • Weiterhin reger Briefverkehr mit der GG – die Mieter_innen lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen!

August 2012

September 2012

  • 2. September: Weiterer Mieter wird auf Duldung verklagt durch die GG – trotz ausdrücklicher Kooperationsbereitschaft von Seiten des Mieters
  • 3. September: Einige der FuldaWeichsel nehmen Teil an der Folgeveranstaltung „Wohnen in Berlin“ der FES
  • 22. September: Große Wir-Bleiben-Alle-Demo mit FuldaWeichsel
  • 24. August: „Keine Wohnung zu finden, die Mieten steigen“ Beteiligung an der Vorstellung der Fragebogenaktion zur Wohnsituation in der Nachbarschaft der Kiezinitiative DonauFulda
  • Interview von Mieter_innen in der Broschüre „Tatort Neukölln“ über steigende Mieten und Verdrängung in Nord-Neukölln
  • Den ganzen Monat über heftige Bauarbeiten im Hof (schöner Wohnen mit Beton)
  • Begrünung des Hofes wird eingestellt. Auch hier wieder eine offene, nicht fertiggestellte Baustelle.

Oktober 2012

  • erst erheblich erhöhte Betriebskostenabrechnung auf Bestreben der Mieter_innen neu berechnet, fällt nun wesentlich niedriger aus.
  • Begrünung des Hofes findet nicht statt. Für Kinder sind keine Spielmöglichkeiten mehr vorhanden, das Erscheinungsbild ist trist und trostlos.

November 2012

  • 10. November: „Die Stadt von Morgen beginnt heute“ – Große Lärmdemo in Berlin, parallel Demos in Hamburg und Freiburg gegen steigende Mieten und Verdrängung
  • 13. November: „Nichts läuft hier richtig“ (Link: Dossierseite) Konferenz zum Sozialen Wohnungsbau im Abgeordnetenhaus mit Unterstützung von Mieter_innen vom Weichselplatz
  • 20. November: „Gegenbilder – Im Schatten der Aufwertung. Gentrifizierung trifft Graswurzelrevolution“ Veranstaltung des Grips-Theaters im Podewil u.a. mit FuldaWeichsel, stadtvernetzt, Wem gehört Kreuzberg und ExRotaprint
  • Beschwerden wegen Schimmel im Haus
  • Bauankündigungen bei einer Partei in der Fuldastraße
  • Ein weiterer langjähriger Mieter verstirbt kurz nach Fertigstellung der Modernisierungsarbeiten in seiner Wohnung

Dezember 2012

  • 1. Advent: Mieter_innen von FuldaWeichsel laden Nachbarn und Freund_innen zum Glühweinumtrunk und Grillen beim ersten Schnee im neu gestalteten noch größtenteils abgesperrten Innenhof ein
  • MieterEcho mit Themenschwerpunkt „Energetische Modernisierung und Energiewende“ erscheint – u.a. auch mit einem Artikel über unser Haus und die KfW
  • 10. Dezember: Einladung zur sogenannten Bürgerbeteiligung im Sanierungsgebiet Karl Marx Straße/Sonnenallee zur Umgestaltung des Weichselplatzes
  • 17. Dezember: Zwei Mieter_innen erhalten eine Räumungsklage von einem Eigentümer wegen Eigenbedarf
  • 18. Dezember: Prozess gegen zwei Mietparteien – die parteiisch wirkende Richterin orientiert sich in allen Punkten an vorherigen, für die Mieter_innen negativen Urteilen zu der Modernisierung und lässt keine neue Verhandlung zu
  • 20. Dezember: Mietdeckelung für 25000 Sozialwohnungen am Kotti erkämpft
  • In der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember brennt der Keller am Weichselplatz aus. Die gesamte Versorgung von Strom, Wasser, Heizung, Gas und Telefon ist unterbrochen. Menschen kommen glücklicher weise nicht zu Schaden, obwohl zu dem Zeitpunkt Mieter_innen im Haus schlafen, auch viele alte Leute und Kinder müssen von der Feuerwehr rausgeholt werden. Die Eigentümer sind im Weihnachtsurlaub oder nicht im Haus
  • Am folgenden Tag jedoch werden die Mieter_innen von Eigentümerseite verbal angegriffen und ihr Protest gegen die Modernisierung in einen Zusammenhang mit dem Brand gestellt
  • Die Mieter_innen werden über die Feiertage im Kalten sitzen gelassen– sie helfen sich jedoch selbst und einander gegenseitig und verbringen den Weihnachtsabend mit vielen Kerzen und allen Nachbarn von jung bis alt am umkämpften Kachelofen einander Geschichten vorlesend
  • Die Grundstücksgemeinschaft veröffentlicht regelmäßig Schreiben zum Stand der Dinge, ist jedoch weiter sehr langsam bei der Wiederherstellung der Versorgung im Haus. Erst durch Initiative und Engagement der Mieter_innen wird nach einer Woche, zu Silvester, das Gas wieder angeschlossen, so dass die Mieter_innen mit ihrer Heizung ins neue Jahr kommen

Januar 2013

  • Eine weitere Woche dauert es bis das Telefon/Internet wieder geht
  • Währenddessen werden die Mieter_innen weiter öffentlich beschuldigt, z.B. im Rahmen des Betroffenenkreises des Sanierungsgebiets
  • Eigentümer machen sich lächerlich mit fortwährenden Beschuldigungen von Mieter_innen und den Versuchen sich selbst als sozial darzustellen
  • 19. Januar: Rechtsfehlerhaftes Urteil gegen eine Mietpartei, Beginn der Bauarbeiten in der bewohnten Wohnung unter massiver Androhung der Zwangsvollstreckung und fristlosen Kündigung
  • 20. Januar: Brief der Grundstücksgemeinschaft mit weiteren Anschuldigungen und der Ankündigung Videokameras im Haus installieren zu wollen
  • 21. Januar: Ein Mieter muss ins Krankenhaus, die Nachbarn besuchen ihn reihum und kümmern sich um ihn
  • 24. Januar: Artikel zu FuldaWeichsel und den negativen Folgen von Energetischer Modernisierung im ND – „Als Mieter bist du nur Manövriermasse“ in der Reihe „Wie wollen wir leben?“, unsere Antwort: so nicht!
  • Ein Schreiben von einigen Nachbar_innen weist die Anschuldigungen gegen die Mieter_innen zurück und benennt statt dessen die Gewalt, welche von Eigentum und Geld ausgeht, es folgt ein längerer öffentlicher Briefwechsel im Haus
  • 29 Mieter_innen wenden sich mit einer Unterschriftenliste gegen die Videoüberwachung, weitere Hausbewohner äußern sich in direkten Briefen an die GG gegen die Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte durch Überwachung
  • Ende Januar ist die Stromversorgung im Haus am Weichselplatz noch immer nicht wieder hergestellt – die Mieter_innen müssen sich weiter mit Notstrom behelfen

Februar 2013

  • Die Stromversorgung wird erst in der zweiten Februarwoche wieder komplett hergestellt
  • 14. Februar: Mieter_innen von FuldaWeichsel unterstützen den Protest gegen die Zwangsräumung der Familie Gülbol in der Lausitzer Straße in Kreuzberg und den wachsenden Widerstand gegen weitere Zwangsräumungen in Reinickendorf und anderswo
  • Beginn nun regelmäßiger Treffen auch mit den neuen Mietparteien im Haus zur besseren Kommunikation und für wechselseitiges Verständnis
  • Interview einer Mieter_in mit dem Schweizer Fernsehen
  • Letzte Februarwoche: Beginn weiterer Modernisierungsarbeiten am Weichselplatz und der Brandsanierungsarbeiten im Erdgeschoss

März 2013

  • Heftige Bauarbeiten am Weichselplatz und in der Fuldastraße
  • Treffen der Mieter_innen und den neuen Kneipenpächtern
  • Heftige Sanierungsarbeiten aufgrund des Kellerbrands bei einer Mietpartei im Erdgeschoss, der betroffene Mieter muss für 5 Wochen in eine Ferienwohnung ziehen
  • 16. März: Mieter_innen der FuldaWeichsel unterstützt die große Bündnis-Lärmdemo „Diese Regierung macht uns arm! Hohe Mieten, Niedrige Löhne, Jobcenter Stress!“ zum Sozialsenat u.a. zusammen mit Amaro Foro und der Kiez-Ini DonauFulda

April 2013

  • 7. April Mieter_innen der FuldaWeichsel zu Gast bei Dr. Seltsams Wochenschau zu neuen Häuserkämpfen zusammen mit Ali Gülbol, Initiative gegen Zwangsräumungen und KGA Famos/Oase Pankow
  • Weiterer Prozess gegen eine Mietpartei
  • 7. April: Vernetzungstreffen der verschiedenen Mieterbündnisse in Berlin im Irving Zola Haus
  • 11./12. April: Tod von Rosemarie Fliess nach ihrer Zwangsräumung und Trauerkundgebung vor ihrer weiträumig von der Polizei abgesperrten Wohnung in Reinickendorf
  • 13. April: Tag der offenen Tür in der Beratungsstelle der BMGev in der Sonnenallee, viele Initiativen stellen ihre Arbeit vor, u.a FuldaWeichsel, Zwangsräumungen Verhindern und Amaro Foro
  • 13. April: Kiezspaziergang Neukölln+Kreuzberg und Treffen alternativer Mietervereine in der Martin-Luther Kirche
  • 14. April: Trauer – Wut – Widerstand. Rosemarie geht uns alle an! Trauerdemonstration für Rosemarie in Kreuzberg mit 1000 Menschen, Polizei greift Demonstranten völlig unverhältnismäßig und brutal an
  • 26. April: Beisetzung von Rosemarie auf dem Jerusalem-Friedhof in Kreuzberg
Mai 2013
  • 1. Mai: Beteiligung am bunten Mietenblock auf der 1. Mai Demonstration mit 10 000 Teilnehmern
  • 1. Mai: Mietrechtsreform tritt in Kraft. Rechte der Mieter_innen bei Energetischen Modernisierungen noch weiter eingeschränkt statt gestärkt
  • 2. Mai: Prozess wegen Räumungsklage am Amtsgericht wird verschoben, weil die Polizei Proteste befürchtet. Stattdessen gibt es eine nichtöffentliche Schlichtungsverhandlung, solidarische Nachbar_innen und Freund_innen verweilen mit Kaffe und Kuchen vier Stunden lang vor dem Amtsgericht
  • Interviews für kroatisches Fernsehen
  • 4. Mai: Eröffnung der neuen Kneipe im Haus. Die „Klapsmühle“ hatte zu Beginn des Jahres das langjährige Gastronomiegeschäft  eingestellt, der Kellerbrand und der folgende Energieausfall hat der alteingesessenen Kneipe den Rest gegeben. Ein Stück Neuköllner Milieu inklusive Stammgäste und Arbeitsplätze sind verloren gegangen. Die neue Szenekneipe stellt eine Herausforderung für die Mieter_innen in Sachen kooperatives Miteinander dar. Die Mieter_innen bemühen sich um guten Kontakt und haben die neuen Pächter zu ihrer Versammlung eingeladen, auch um mit ihnen Befürchtungen wegen der vorhersehbaren Lärmbelästigung durch Konzerte etc. auszuräumen
  • 9. Mai: Reportage des Schweizer Fernsehens (RTS-CH) Temps Présent, „Les riches rachètent les villes“. Als ProtagonistInnen wirkt eine Mietpartei von FuldaWeichsel mit
  • 11. Mai: Hausversammlung in der Hobrechtstraße, Mieter_innen vom Weichselplatz erzählen von ihren Erfahrungen und Strategien mit der Modernisierung
  • 19. Mai: Hausversammlung von der Sanderstraße, Abgesandte von FuldaWeichsel in beratender Funktion
  • Eine Urteilsverkündung im Modernisierungsprozess wird verschoben
  • 18. Mai: Beteiligung an der 18. Lärmdemo am Kotti im Regen mit toller Stimmung
  • 24. Mai: Arte Team filmt am Weichselplatz für das Magazin „der Blogger“ die Mieter_innen bei ihrem Treffen mit Anwalt
  • 25. Mai: Mietertag in der Volksbühne, Mieterstand und Beratung von FuldaWeichsel und anderen Initiativen. Filmpremiere „Betongold“ von Katrin Rothe und Podiumsdiskussion u.a. mit FuldaWeichsel und Kotti&Co
  • Baumaßnahmen bei mehreren Parteien wegen diverser Unstimmigkeiten zur Planung, Zeiteinhaltung und Durchführung auf unbestimmte Zeit unterbrochen
  • Aufwendige Freilegung und erneute Versiegelung der Hauswand zur Erdgeschosswohnung wegen Feuchtigkeit und daraus resultierendem großflächigem Schimmel innerhalb der Wohnung
  • Hausmeistertätigkeiten werden vernachlässigt
  • Trotz Sanierung nach dem Brand keine Kellerrückgabe an die Mieter_innen
Juni 2013
  • 1. Juni: Einjähriges Geburtstagsstraßenfest am Gecekondu von Kotti&Co.
  • 4. Juni: Erfolg der Palisaden Panther, Miete für die Senior_innen auf 7,60 Euro festgelegt
  • 9. Juni: „Dein Block mein Kiez“ im k-fetisch in der Weserstrasse Ecke Wildenbruch. Offener Tag für Interessierte und Plattform für Initiativen, die sich im Kiez gegen Verdrängung und Rassismus engagieren, u.a. mit FuldaWeichsel, Wohnen in der Krise, KiezIni DonauFulda, Amaro Foro
  • 13. Juni: Räumungsprozess wegen Anspruch auf Eigenbedarf vor dem Amtsgericht gegen zwei Mieter von FuldaWeichsel
  • 14. Juni: Kiez-Initiative DonauFulda mit Transparent-Aktion gegen steigende Mieten bei der Eröffnungsfeier von 48-Stunden NK
  • 14.-16. Juni: Mieterdämmerung in den Neukölln Arcaden. Mieter_innen vom Weichselplatz und der Fuldastraße schaffen mit ihrer Wohnzimmer-Installation mit Videos und Foto-Ausstellung, im Rahmen von 48-Stunden Neukölln, in der belebten Einkaufspassage vor der Post, einen Ort der Begegnung und des Austauschs für alle Mieter_innen mit ähnlichen Problemen. Großer Zuspruch, Akzeptanz und Resonanz von allen Seiten
  • 22.-29. Juni: Bundesweite Aktionswoche „Keine Profite mit der Miete“
  • 23. Juni: Kaffee, Kuchen und Grillen ab 15 Uhr mit anderen Häusern aus der Fuldastraße zusammen am Weichselplatz
  • 29. Juni: Bundesweite Demo am Kotti
Juli
  • Das wöchentliche Mieter_innen Treffen findet vor dem Haus statt zusammen mit dem Hausältesten und dem Hausjüngsten (ein herzliches: Willkommen!)
  • Alle Balkone sollen erneut abgeschliffen und gestrichen werden, weil wohl eine falsche Farbe verwendet wurde
  • Die Keller am Weichselplatz wurden leider noch immer nicht an die Mieter_innen zurückgegeben
  • Modernisierungsarbeiten gehen nur sehr stockend voran
August 2013
  • 12. August: Erste Veranstaltung des Bündnis für bezahlbare Mieten Neukölln in der Rütli-Halle mit über 140 Anwohner_innen und mietenpolitisch Aktiven, u.a. auch aus unserem Haus
  • 17.8.: Kiezspaziergang der Kiezini Donau-Fulda mit Station vor dem Haus am Weichselplatz und Redebeiträgen von Mieter_innen aus dem Haus.
  • Am 18. August feiert die Mieterinitiative FuldaWeichsel ihr dreijähriges Bestehen. Mit einer neuen Postkarte und einem bunten Straßenfest

September 2013

  • 4.9.: Die Mieter_innen von FuldaWeichsel organisieren zusammen mit dem Bündnis gegen Zwangsräumungen eine Demonstration vor der KfW-Bank am Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Es ist die erste Demonstration in der Geschichte der KfW und sorgt für viel Aufregung dort. Mit einem Straßentheater, einer Wandzeitung und guten Reden machen die Mieter_innen auf die unsozialen Folgen der energetischen Modernisierung aufmerksam und erinnern die Bank an ihre gesellschaftliche Verantwortung.
  • Weiterer Gerichtstermin einer Mietpartei
  • Für ein Radiofeature auf France Culture wurden Mieter_innen von FuldaWeichsel interviewt. Sie erzählen ihre Geschichte und sollen den Hörer_innen ein differenzierteres Bild über die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland vermitteln, dass die Menschen hier gegen niedrige Löhne und zu hohe Mieten kämpfen müssen (Link)
  • 25.10.: Kreative Besuche bei verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften in der Stadt
  • 28.9.: Große Bündnisdemo für eine solidarische Stadt mit vielen bunten Aktionen einem leidenschaftlichen Redebeitrag von FuldaWeichsel

Oktober 2013

  • 19.10.: Europäischer Aktionstag für das Recht auf Wohnen (Link)
  • November 2013
  • Ein Artikel zu den Mieter_innen am Weichselplatz und der Reihe Wohnen in der Krise (Link) erscheint in der französischen Revue Urbanites (Link)
  • Ein Mieter verstirbt, der seit 1968 am Weichselplatz gelebt hat. Er war enger Teil der Hausgemeinschaft und wir werden ihn vermissen.
  • Die Eigentümer lassen die Elektrik überprüfen
  • Eine Mietpartei bekommt eine Mieterhöhung
  • Die Keller werden als „Verhandlungsinstrument“ eingesetzt von den Eigentümern

Dezember 2013

  • Zum 1. Dezember verliert eine Mietpartei nach 13 Jahren ihre Wohnung wegen über 100% Mieterhöhung.
  • Die Eigentümer haben sich einfallen lassen von nun an regelmäßig Wohnungsbegehungen zu machen, um nachzuschauen ob eventuell Kratzer an den neuen Balkonen und Fenstern sind. Dies trägt nicht zur Verbesserung des Mietverhältnisses bei.
  • Es gibt einen gerichtlichen Gutachtertermin bei einer Mietpartei, deren Prozess noch immer vor dem Amtsgericht ist. Geklärt werden soll, ob die neuen Fenster überhaupt eine Verbesserung darstellen.
  • Ein Mieter verliert im Frühjahr 2014 sein Atelier.