Mieterdämmerung /// tenants‘ twilight

DINlangFlyer-48h-online-2[english version below] Die interaktive Installation Mieterdämmerung zeigt einen Einblick in das Leben der „Neuköllner Mischung“ am Weichselplatz/Ecke Fuldastraße. Die Mieter und Mieterinnen dort lassen sich nicht wegmodernisieren. Ihr Haus wird zum begehbaren Wohnzimmer und zeigt seine vielfältigen Gesichter – Gesichter Neuköllns.

In der von Stefan Fahrnländer mit klassischem Tapetendekor und Mobiliar gestalteten Installation finden Porträtfotografien von Christina Paetsch und Videos von Matthias Coers eine Plattform. TV-Geräte mit filmischen Szenen des Lebens in Berlin und fotografische Porträts der Bewohner_innen laden dazu ein, in der „Guten Stube“ zu verweilen und von ihren Geschichten zu erfahren. Die Installation ermöglicht es so die gegenwärtigen Perspektiven von Neuköllner Mieter_innen einzunehmen. Indem der intime Bereich des Wohnens öffentlich gemacht wird, verweist diese Aktion mit künstlerischen Mitteln auf eine Frage, die für immer mehr Menschen hier zur existentiellen Alltagsfrage wird: Wohnen als Menschenrecht.
Es wird ein Stück der bunten Vielfalt des Zusammenlebens sichtbar, die diesen Stadtteil prägt und ausmacht. Explizit wenden sich die zweisprachigen Arbeiten an ein internationales Publikum, als Einladung an den Diskussionen hier vor Ort zu partizipieren. Es wird die immer noch zunehmende Internationalität Nord-Neuköllns betont, auch als Aufgabe miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn nicht zuletzt soll diese Installation andere ermutigen ihre Rechte wahrzunehmen und zeigen, wie stark Menschen zusammen sein können und wie schön es sein kann Alltag miteinander zu teilen.
Die hier lebenden Menschen lassen sich nicht austauschen! Sie sind Neukölln. Der ausgewählte Ort, die Neukölln Arcaden, stehen selbst dafür. Die Einkaufsmeile und Begegnungsstätte aller vielfältigen ethnischen und sozialen Gruppen im Norden Neuköllns unterstreicht zudem das Spiel der Installation mit den wechselnden Perspektiven von drinnen und draußen, öffentlich und privat.

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The interactive installation Tenants‘ Twilight shows an insight into the life of the „Neukölln Mixture“ at the corner Weichselplatz / Fuldastraße. The tenants don’t let themselves be displaced by modernization. Their house becomes a walk-in living room and shows its manifold faces – faces of Neukölln.   

Modeled by Stefan Fahrnländer with classical wallpaper-decor and furniture, the installation gives a platform to portrait photographs by Christina Paetsch and videos by Matthias Coers. TV sets showing scenes of the life in Berlin and photographic portraits of the residents invite to sojourn in „the parlour“ and to experience their stories. Thus the installation allows to take the current perspectives of tenants in Neukölln. By making public the intimate dimension of housing through artistic means, this project refers to a question that becomes existential in the everyday life of more and more people here: housing as a human right. A part of the colourful diversity becomes visible which shaped and characterized this district.The bilingual works apply explicitly to an international audience inviting to participate in local discussions. The still increasing internationality of North-Neukölln is being emphasized, also as a task to get into conversation with one another. Last but not least this installation shall encourage others to make use of their rights, showing how powerful people can be together and how beautiful it can be to share everyday life. The people living here don´t let themselves be replaced! They are Neukölln. The chosen location, Neukölln Arcaden, represents exactly this. As shopping mile and meeting place of manifold ethnical and social groups in North-Neukölln it furthermore underlines the installation´s play with the alternating perspectives of inside and outside, public and private.

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